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Volksanwaltschaft und Caritas tauschen sich über soziale Brennpunktthemen aus
Volksanwältin Veronika Meyer, die Verantwortliche der Antidiskriminierungsstelle Südtirol, Priska Garbin, und Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer trafen sich kürzlich zu einem Informationsaustausch. Die Schwerpunktthemen betrafen das leistbare Wohnen sowie Integrationsmöglichkeiten und -hürden für Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger
„Die Volksanwaltschaft ist häufig auch eine Anlaufstelle für Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen und sozialen Notlagen befinden. Deshalb ist uns ein steter Austausch und Informationsfluss mit der Caritas überaus wichtig, um abzuklären, welche Dienstleistungen und Unterstützungsmaßnahmen in solchen Fällen zielführend sind“, unterstreicht Volksanwältin Veronika Meyer.
In diesem Sinne haben sich Meyer und Priska Garbin, Verantwortliche der bei der Volksanwaltschaft angesiedelten Antidiskriminierungsstelle, kürzlich mit Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer getroffen, um über aktuelle Themen zu sprechen – allen voran das leistbare Wohnen. „Ein menschenwürdiges Leben hängt wesentlich von dem Faktor leistbares Wohnen ab, was aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten für viele Menschen in Südtirol zunehmend zur großen Herausforderung wird. Hier gilt es für die Volksanwaltschaft und für alle beteiligten Institutionen Synergien zu schaffen und die Menschen zumindest durch die Verwaltungsinstanzen so gut wie möglich begleiten zu können“, so die Volksanwältin.
Eine Hürde für Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger stellt insbesondere die rigide Auslegung der im Ausland absolvierten Ausbildung dar. Das bestätigte auch Priska Garbin von der Antidiskriminierungsstelle Südtirol. Studientitel und Arbeitsbefähigungen, die in einem Drittstaat erworben werden, erkennen Südtirol und Italien größtenteils nicht an. „Konkret bedeutet dies, dass Akademiker:innen oder Facharbeiter:innen in Südtirol dann höchstens eine Arbeit als Hilfskraft oder als prekär Beschäftigte in einem anderen, nicht der eigenen Ausbildung entsprechenden Bereich erhalten“, sagt Caritas-Direktorin Mairhofer. Aufgrund des herrschenden Fachkräftemangels wären flexiblere Einstellungsmodelle ein Gewinn für die gesamte Südtiroler Gesellschaft.
VA

